OnlineBeziehungsZirkel April

OnlineBeziehungsZirkel April

Gerade bereite ich den nächsten OnlineBeziehungszirkel zum Thema Gewaltfreie Kommunikation (GFK) vor.
Dieses Zitat von Ruth Bebermeyer drückt das Bedürfnis vieler Menschen aus, einen kommunikativen Weg zu finden um einfühlsames Verständnis zu erlangen. Die GFK ist ein solcher Weg.
“Worte sind Fenster (oder sie sind Mauern)
Ich komme mir so verurteilt vor von deinen Worten,
Ich komme mir so abgewertet und weggeschickt vor,
Bevor ich gehe, muss ich noch wissen,
Hast du das wirklich so gemeint?
Bevor ich meine Selbstverteidigung errichte,
Bevor ich aus Verletzung und Angst heraus spreche,
Bevor ich diese Mauer aus worten baue,
Sage mir, habe ich richtig gehört?
Worte sind Fenster oder sie sind Mauern,
Sie verurteilen uns oder sie sprechen uns frei.
Wenn ich spreche und wenn ich zuhöre,
Licht der Liebe, scheine durch mich hindurch.
Es gibt Dinge, die ich sagen muss,
Dinge, die mir so viel bedeuten.
Wenn sie durch meine Worte nicht klar werden,
Hilfst du mir mich freizusprechen?
Wenn es so schien, als würde ich Dich herunterputzen,
Wenn du den Eindruck hattest, du wärst mir egal,
Versuch doch bitte, durch meine Worte hindurchzuhören
Bis zu den Gefühlen, die wir gemeinsam haben.”
Wenn Dich/Sie die GFK interessiert, bist du/sind Sie ganz herzlich eingeladen am Mittwoch, dem 07. April um 11 Uhr via Zoom bei unserem Zirkel dabei zu sein. 💚

Ihre Gabriele Klaus

Fon: 06542 1814185

Email: kontakt@dr-gabriele-klaus.de

#onlinebeziehungszirkel #gewaltfreiekommunikation

 

 

 

 

 

 

 

 

Verletztheit überwinden

Verletztheit überwinden

Eine der häufigsten Fragen in meiner Arbeit mit Menschen an ihren Beziehungsthemen ist der Umgang mit schmerzhaften Erfahrungen wie Betrug.

Wie ist es möglich, den Schmerz, die Verletztheit, die damit verbunden ist, zu überwinden? Und geht das überhaupt?

Wenn wir Menschen in Beziehungen tiefe Verletzungen erleben, dann sind wir oft in unseren Emotionen gefangen. Wellen der Enttäuschung, der Wut, des Schmerzes fluten den Körper, wenn wir nur an das Ereignis, was sie ausgelöst hat, z.B. eine Affäre des Partners oder den Partner selber denken. Die Emotionen fühlen sich dann so überwältigend an, dass wir den Eindruck haben, dass sie nie wieder weggehen werden. Ich höre oft von meinen Klientinnen, dass sie es gar nicht mehr für möglich halten, dass sie je wieder einem anderen Menschen ihr Vertrauen schenken können. Sie fragen mich, wie sie diesen Schmerz wieder loswerden können.

Was ich dann antworte löst manchmal erst einmal Unverständnis aus: Es geht nur, wenn Sie die Situation, in der sie sich gerade befinden mit allen Gefühlen, die da sind, voll und ganz annehmen. Das heißt nicht, dass sie das Passierte in irgendeiner Form gutheißen müssen. Es ist, was es ist.

Wenn Sie selber, alles, was in ihnen an Verletztheit und Kränkung da ist, annehmen können, sich in Ihrem Schmerz Ihre volle Liebe schenken, dann kann sich etwas in Ihnen öffnen. Solange wir versuchen, das was wir an unangenehmen Gefühlen haben wegzukriegen sind wir im Kampfmodus. Statt Erleichterung verstärken wir so die Wunde.

Wenn Sie also einen tiefen Verletzungsschmerz erleben, sagen Sie innerlich ja dazu. Entspannen Sie den Widerstand dagegen. Fliehen sie nicht, bleiben Sie präsent bei dem, was gerade ist. Analysieren Sie nicht weiter, verurteilen Sie sich und den anderen nicht mehr. Letztlich ist es ein Irrtum in Ihrem Geist, dass sie denken, es hätte anders gewesen sein MÜSSEN. Hätte es das?

„Mein Partner hätte das und das nicht tun dürfen…“ und so weiter. Leben ist vollkommen unvollkommen. Es gibt so etwas wie Kontrolle nicht. Jeder Mensch gibt zu jedem Zeitpunkt das Beste, was ihm/ihr möglich ist. Auch wenn der urteilende Geist es besser weiß. Fehler sind die Triebkräfte für Wachstum und Weiterentwicklung. Krisen bieten Chancen für Wachstum und Weiterentwicklung. Es ist nicht Ihre Aufgabe die Welt zu beurteilen und sich immer wieder im Geist damit zu beschäftigen, was hätte sein sollen. Das führt nur dazu, dass Sie sich immer tiefer in die Schmerzspirale bewegen. Also-lassen Sie sein, was ist. Aus dieser Haltung heraus wird Heilung überhaupt erst möglich.

Und wenn Sie alles da sein lassen können, dann bitten sie darum, dass Heilung geschehen kann.

Übergeben Sie alles, was sie zermürbt und verletzt hat einem höheren Feld. Es gibt in uns einen Aspekt, der an höheres Bewusstsein angebunden ist. Dort kann Heilung geschehen, wenn wir aufhören zu kämpfen.

Vergeben Sie das Geschehene in dem Wissen, dass Menschsein alles beinhaltet, Licht und Schatten. Erbitten Sie Hilfe, Heilung und Erlösung. So kann Wandel stattfinden.

Wenn Sie Leben annehmen, werden Sie erleben, dass sie sich langsam wieder für neue Erfahrungen öffnen können. Ein Neustart ist nur möglich, wenn Altes vollendet wurde. Geben Sie sich so viel Zeit, wie Sie brauchen.

Wenn Sie einen Neustart mit ihrem jetzigen Partner oder einem anderen Menschen wagen möchten, hier noch einige Tipps für Ihren Weg: Reden Sie miteinander, zeigen Sie Ihre Gefühle und halten Sie nichts zurück. Haben Sie keine Angst davor, Ihre Verletzlichkeit und Schwäche zu zeigen. Legen Sie Ihre Rüstung ab.

Sprechen Sie über Ihre Werte, Bedürfnisse und Wünsche und schauen Sie, ob diese mit denen des Partners übereinstimmen. Verhandeln Sie, wie ihr Weg aussehen soll und vereinbaren sie verbindliche Ecksteine für Ihre Verbindung.

Wichtig: Hören Sie sich wirklich zu, verbringen Sie regelmäßig gemeinsame Zeit, lassen Sie sich genug Freiräume. Eine gesunde Balance ist sehr wichtig.

Stärken Sie jeweils ihr Selbstbewusstsein, finden Sie Zugang zu Ihren Stärken.

Und geben Sie sich die Chance zur Veränderung, glauben Sie an sich und die Beziehung. Misstrauen und Vorwürfe, herumhacken auf alten Geschichten ziehen Sie nur immer wieder in die alten Gedankenschleifen zurück.

 

Vielleicht denken Sie jetzt, ob das so einfach geht? Sie zweifeln an diesem Weg? Wünschen sich weitere Erklärung, Hilfe und Unterstützung?

Dann rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir.

Ich beantworte Ihnen gerne alle weiteren Fragen persönlich.

Ich freue mich sehr auf Ihre Anfrage.

Beste Grüße,

Ihre Gabriele Klaus

Fon: 06542 1814185

Email: kontakt@dr-gabriele-klaus.de

#betrug #schmerz #emotionen #annahme #öffnung #vergebung #wandel #wachstumimherzen #beziehungscoaching

 

 

 

 

 

 

 

 

Emotionsmanagement in Beziehungen

Emotionsmanagement in Beziehungen

Emotionsmanagment in Beziehungen
Gestern war ich im Interview mit Eva Laspas vom Festival der Sinne Onlinemagazin.
In unserem Gespräch ging es darum, wie wir unsere Emotionen und Gefühle “managen” können mit dem Ziel einer harmonischeren Partnerschaft.
Wir zeigen Ihnen Methoden und Wege auf, sich selbst und Ihre Emotionen nicht mehr ganz so ernst zu nehmen, im Sinne von “ich habe meine Emotionen, aber ich bin sie nicht”.
Das Video kann ab jetzt auf dem Youtube Kanal des Festival der Sinne Onlinemagazins angesehen werden. Über diesen Link geht es direkt zum Video:
Viel Freude beim Ansehen und viele wertvolle Erkenntnisse,
wünscht Ihnen und Euch,
Gabriele
#emotionen #beziehungen #emotionsmanagement #achtsamkeit #präsenz #zeugenbewusstsein #nüchternfühlen #ohneDrama

 

 

Lange zusammen-Sex ade?

Lange zusammen-Sex ade?

Sex in Langzeitbeziehungen

In den meisten Partnerschaften sorgt das Thema Sex früher oder später für Stress. War der Sex am Anfang geil, wild und erfüllend, so schleicht sich vielmals mit den Jahren eine Ernüchterung ein.

Was ich sehr häufig sehe ist, dass sich Sex in Langzeitbeziehungen verändert. Bei vielen Langzeitpaaren ist die sexuelle Anziehung gesunken bis verschwunden, Sex wird seltener und fader. Dann ist die Verzweiflung groß. Ist das nun ein Zeichen dafür, dass die Liebe weg ist?  Das denke ich nicht.

Wenn wir jung sind, sind wir offen, suchend, forschend, wir wollen erleben. In der Phase größter Verliebtheit versetzt uns unser Gehirn in einen Neurotransmitterrausch. Außerdem projizieren wir in dieser Phase alles Gute und Schöne auf den Partner. Unangenehmeres Verhalten wird ausgeblendet. Der Pickel auf der Nase des Partners ist süß statt störend. Die rosarote Brille.

Was prägt aber eigentlich unseren Sex? Nicht selten haben wir Menschen Bilder im Kopf, wie Sex zu sein hat, die Film- und Pornoindustrie hat in unseren Gehirnen ganz bestimmte Bilder installiert, die uns konditioniert haben. Was turnt uns an? Was wollen wir wie? Welche Phantasie bringt uns zum Orgasmus? Es geht dabei ganz viel um tun und machen um an diesen einen Punkt zu kommen. Wir rackern uns ab, turnen wie wild durch die Gegend, weil wir es ausgefallen wollen und brauchen. Unser Kopf ist in Führung.

Die Erwartungen, die wir an uns und unseren Partner diesbezüglich stellen sind darüber hinaus oft ausgeprägt hoch und vielfach sogar unrealistisch. Kein Wunder, wenn die Ist-soll-Lücke sich mit der Zeit immer mehr auftut und irgendwann unüberbrückbar wird. Die Brillengläser sind grau geworden. Da ist man/frau dann auch ganz schnell versucht, sich dem nächsten Verliebtheitsrausch zuzuwenden und die alten Zöpfe abzuschneiden.

In Langzeitbeziehungen greifen Menschen in Phasen, in denen die Anziehungskraft zum Partner nachlässt zunächst oft verstärkt zu Rollenspielen. Da wird ein Porno angeschaut oder die Filmszene von letzten Liebesfilm erinnert. Während wir Sex mit dem Partner haben laufen dann Filme in uns ab. Wir werden zu Objekten unserer sexuellen Vorstellungen.

Oft sieht das Rollenspiel bzw. der Gedanke an einen Auslöser beim Sex nach der Rettung aus. Ich kann es gleich vorwegnehmen, die meisten Menschen sind von dieser Art Sexualität dann aber ganz schnell erschöpft und müde. Sie wissen es oft gar nicht zu beschreiben, fühlen aber, dass diese Art Sex sie nicht wirklich erfüllt.

Männer spielen dieses Spiel oft, weil sie im Sex Bestätigung suchen und finden. Vor allem Frauen können lange Zeit einfach mitspielen, weil sie glauben, so den Erwartungen ihrer Männer nachzukommen. Tief innendrin fühlen sie sich bereits taub und abgestumpft, nach außen tun sie so, als ob sie diese Art von Sex noch gut finden.

Wenn wir Sex auf diese Weise leben, sind wir nicht präsent, wir sind nicht wirklich im Erleben, wir glauben es nur. Wir sind im Kopf.

Auch in langjährigen Beziehungen führt der Weg dann in den Körper. Hin zum feinen Erleben ohne Bewertungen. Keine Erwartungen, kein Druck. Nichts MUSS. Gegenwärtig und wach beim unmittelbaren Erleben bleiben und sich ganz davon führen lassen.

Was braucht es dazu? Die Bereitschaft uns zu öffnen, zu uns zu stehen und ein offenes Herz. Das ist oft gar nicht einfach, weil wir echte Nähe oft vermeiden. Wir sagen zwar, dass wir uns Nähe wünschen, unser Unbewusstes steuert aber gegen: Denn mit Nähe geht einher, dass wir uns verletzlich zeigen. Mit allem, was da ist. Bei vielen Menschen kommt deshalb bei dem Gedanken an wahre Nähe Angst oder Unsicherheit hoch. Es braucht also Mut, alles zu kommunizieren, was sich bei diesem einlassen aufeinander zeigt. Viele Menschen sind es nicht mehr gewohnt, präsent dazubleiben, wenn sich z.B. auch unangenehme Gefühle in dieser Zweisamkeit zeigen. Zum komplexen Erleben gehört aber eben alles. Wenn wir uns wagen, aufrichtig bei uns zu bleiben, nichts bekämpfen, kann Veränderung langsam stattfinden. Wir führen unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse bei dieser Art von Sex zu einem größeren Wir zusammen.

Wie geht denn das nun ganz konkret werden Sie jetzt fragen.

Inzwischen gibt es viele gute Bücher zu diesem Thema. Sie beschreiben ausführlich, wie diese Art von Sex „funktioniert“, die auch als Slow Sex bzw. Soul Sex bezeichnet wird.

Hier werden neue Wege aufgezeigt, wie sich Menschen wieder einlassen und wahrhaftig neu zueinander finden können. Langzeitpaare können so ihre ureigene Sexualität, die intimste Form der Kommunikation, langsam wieder erforschen und ganz neu leben.

Ich wünsche Ihnen ganz viele gegenwärtige Momente! Überhaupt und auch im Bett.

Probieren Sie aus, seien Sie mutig. Es lohnt sich.

Herzliche Grüße,

Gabriele

#sex #beziehungen #langzeitbeziehungen #soulsex #slowsex

Wenn sie Fragen zum Thema oder zu einem anderen Beziehungsthema haben, schreiben Sie mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OnlineBeziehungsZirkel März

OnlineBeziehungsZirkel März

Weiter geht’s, der zweite #OnlineBeziehungsZirkel startet am 9. März um 11 Uhr.

Es ist unübersehbar, dass wir Menschen an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen. Die alten, gewohnten Antworten auf unsere wichtigen Fragen tragen häufig nicht mehr. Das gilt besonders für Beziehungen. Wir haben Schwierigkeiten uns zu BEZIEHEN… auf uns selbst, auf unsere Mitmenschen, die Umwelt, das große Ganze, den Kosmos…
Wir wissen extrem viel, aber die Art und Weise wie die meisten von uns sich verstehen und leben: Hier bin ich – da die anderen (also getrennt-egozentriert) bringt uns auf Dauer nicht die gewünschte Beziehungsharmonie, im Gegenteil, sie führt zu Missverständnissen, Streit, Scheidungen, schlimmstenfalls zu Gewalt, Terror und Kriegen.
Wenn wir uns selbst, unsere Mitmenschen als Objekte sehen und behandeln, die untereinander um die Erfüllung ihrer Bedürfnisse KONKURRIEREN, werden wir unser volles Beziehungspotential nicht entfalten.
Die alten Beziehungsformen von Konkurrenz, Machtkämpfen und selbst die von Kooperation können die Herausforderungen der neuen Zeit nicht lösen. An ihre Stelle dürfen neue Wege & Verhaltensweisen treten.
Was es braucht: Empathische ICHS, die sich als Subjekte begegnen und ihre Gaben und Wünsche in einem starken WIR zusammenführen. Das Ziel ist langfristig, dass wir aus unserer vermeintlichen Trennung aufwachen und beginnen uns gegenseitig zu ermächtigen und zu stärken, also zu kokreieren.
In meinen OnlineBeziehungsZirkeln möchte ich Impulse für neue Wege sich aufeinander zu beziehen mit Euch teilen und sie mit Euch auf Augenhöhe erkunden und erforschen und einüben.
Außerdem wird es Raum geben für individuelle Fragen zu Beziehungsthemen geben, je Zirkel möchte ich ab April einer Teilnehmerin die Möglichkeit zum Sharing geben.
Unter meinem hashtag #wachstumimherzen fasse ich all das zusammen, was es braucht, um wieder in verbindende, erfüllende Beziehungen zu gehen.

Thema dieses Zirkels wird wahrhaftige Kommunikation und das aktive Zuhören nach Carl Rogers sein.

Agenda:
-Begrüßung
-Herzkohärenzmeditation zum Einstimmen
-Vorstellungsrunde
-Kurzimpulsvortrag zum Thema mit
Fragen/Übungen/Austausch
-Abschlussrunde, wichtigste Erkenntnisse/Wünsche

Melde Dich bei mir an, wenn Du gerne dabei sein möchtest.

PN oder kontakt@dr-gabriele-klaus.de.

Ich freue mich sehr auf Dich.

Nach Anmeldung schicke ich den Einladungslink zum Zirkel.

Im Zirkel wird es um alle zwischenmenschlichen BEZIEHUNGEN gehen, nicht nur um Beziehungen zum Partner.

Wenn Du Fragen zur Veranstaltung oder rund um das Thema zwischenmenschliche Beziehungen hast, melde Dich bei mir.

Herzliche Grüße, Gabriele💚

#onlinebeziehungszirkel #obz #drgabrieleklaus #erfülltebeziehungen #erfülltesleben #beziehungen #beziehungscoach

 

 

 

 

 

 

Von der Eifersucht

Von der Eifersucht

Über die Eifersucht

Sie ist immer wieder ein großes Thema in Beziehungen, die Eifersucht.

Viele Menschen denken, Eifersucht gehöre zur Liebe dazu, zeige sie doch, dass uns der Partner noch wichtig sei.

Die Ursache für Eifersucht ist jedoch eine andere: Wenn sich Eifersucht in einer Beziehung zeigt, ist das immer ein untrügliches Signal dafür, dass sich die Partner nicht wirklich nah sind.

So kann es sein, dass diese Nähe noch gar nicht vorhanden ist/war (z.B. in einer Beziehung, die noch ganz frisch ist) oder dass sie aus irgendwelchen Gründen wieder verlorengegangen ist.

Je mehr wir uns trauen, uns unserem Partner zuzumuten, uns also mit all unseren Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten zu zeigen, desto weniger Eifersucht werden wir erleben. Wenn wir nicht genau wissen, was der andere fühlt, wenn wir unsicher darüber sind, was für ihn wichtig ist, ist der Nährboden für Eifersucht bereitet. Dann suchen wir mit Eifer, weil wir in uns selber Schlussfolgerungen und Wahrheiten erschaffen, die mit dem, was in unserem Gegenüber wirklich passiert, nicht viel bzw. möglicherweise gar nichts zu tun haben.

Unter dem Gefühl der Eifersucht liegt beim Eifersüchtigen oft eine Verlustangst. Diese resultiert meist aus dem Gefühl nicht gut genug, nicht wirklich wertvoll zu sein. Irgendwann in unserer Kindheit haben wir alle Situationen erlebt, die uns das haben schlussfolgern lassen.

Wenn nun Eifersucht in unserem Leben auftaucht, ist es wichtig zu realisieren, dass nicht unser Partner die Ursache für dieses Gefühl ist. Unser Partner triggert lediglich durch ein bestimmtes Verhalten dieses Gefühl in uns, d.h. eine alte Wunde aus unserer Kindheit wird berührt. Nicht der Partner ist schuld! Gehen Sie den Partner nicht an, beschuldigen Sie ihn nicht. Bleiben Sie bei sich.

Es geht nicht darum, die Eifersucht wegzubekommen. Im Gegenteil – nehmen Sie sie an. Seien sie dankbar und schauen Sie bei sich selber hin:

Welche Gefühle der Unsicherheit und Angst sind da? Kann ich meinem Partner diese Gefühle ehrlich kommunizieren? Traue ich mich, mich in meiner ganzen Verletzlichkeit zu zeigen? Ohne wenn und aber?

Welche Gefühle wollen noch gefühlt, angenommen und gesehen werden?

Alleine die Erkenntnis, dass die Schuld für unsere Eifersucht nicht beim anderen liegt, sondern, das in uns etwas ausgelöst wurde, was sich in Richtung Heilung entspannen darf, wendet schon das Blatt.

Wenn ein Partner in einer Beziehung eifersüchtig ist, ist der/die dazugehörige Partnerin meist mindestens so eifersüchtig. Das Verhalten dieses Menschen in der Beziehung ist oft genauso distanziert und unsicher. Das daraus resultierende Verhalten lässt dann beim Eifersüchtigen viel Raum für missverständliche Interpretationen. Da hilft nur eins: Seien Sie mutig, muten Sie sich genseitig zu. Sprechen Sie über all das, was in ihnen lebendig ist.

Liebe bedeutet, dass wir einander so annehmen, wie wir wirklich sind, mit allem was da in uns an Verletzungen und Unsicherheiten ist. Nur wenn wir wissen, was in unserem Partner lebendig ist, können wir uns auf ihn beziehen.

Manchmal höre ich von Klienten, dass Sie mir sagen: Mein Partner macht mich mutwillig eifersüchtig, er provoziert es regelrecht. Mein Impuls ist auch dann: Bleiben Sie bei sich. Wenn ihr Partner tatsächlich absichtlich intensiv mit einer anderen Frau flirtet, so darf er sich fragen warum ER das tut? Wieso spielt er mit ihnen? Ist es seine eigene Unsicherheit, die er kompensieren möchte? Seine eigene Unfähigkeit sich ihnen zu öffnen und anzunähern? Und ist das Liebe? Und auch hier wieder: Egal, was sie an Gefühlen erleben, es geht nie darum die Ursache bei anderen oder bei den Umständen zu suchen.

Ihre Reaktionen sind IHNEN.

Und in IHNEN liegen die Ursachen dafür als Geschenke für sie parat.

Seien Sie mutig. Packen Sie aus!

<3

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